Besucherorientierte Interpretation
Besucherorientierte Interpretation des Natur- und Kulturerbes !?
Der Ansatz der Besucherorientierten Interpretation blickt auf eine jahrzehnte lange Erfahrung im englischen Sprachraum zurück (vgl. Ausführung auf der Projekthomepage der Uni Freiburg zu Heritage Interpretation). Er bündelt das Know-how, wie Begegnungen mit der originalen Natur, mit Zeugnissen der Geschichte und Kultur bei den Besuchern Interesse und Begeisterung wecken.
Interpretation macht auf Besonderheiten aufmerksam, die dem „ungeübten Auge“ leicht entgehen können und ordnet diese in einen größeren Zusammenhang ein. Eine Leitidee verbindet ausgesuchte Fakten und Anekdoten zu einer Geschichte.
Dabei darf die Geschichte nicht im luftleeren Raum hängen, sondern muss an wahrnehmbare Phänomene anknüpfen. Nur die unmittelbare Begegnung mit originalen Objekten oder das Bewusstsein, sich an einem bedeutsamen Originalschauplatz zu befinden, rufen ein Gefühl des Authentischen hervor.
Besucherorientiert heißt diese Art der Interpretation deswegen, weil sie die Besucher bei ihrem Erfahrungshorizont und ihren Interessen abholt. Interpretation knüpft direkt an die Fragen, Wünsche und Bedürfnisse der Besucher an. Die Besucher befinden sich in Freizeitstimmung. Daran orientiert sich auch der Stil der Darstellung: informell, unterhaltsam und prägnant.
Das Wichtigste ist aber, dass die Botschaft, die übermittelt werden soll, auch wirklich ankommt. Deswegen bildet eine gute Kommunikationstechnik den Grundpfeiler jeder Besucherorientierten Interpretation.

